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Pater Maximilian Kolbe

Pater Maximilian Maria Kolbe, mit bürgerlichem Namen Raimund Kolbe, war ein polnischer Franziskaner-Minorit. Er wurde am 8. Januar 1894 in Zduńska Wola (Polen) geboren und am 14. August 1941 im KZ Auschwitz-Birkenau ermordet.

In seiner Jugendzeit war er sehr an Physik interessiert. Nach einer Marienerscheinung trat er am 4. September 1910 in den Franziskanerorden ein. 1918 wurde er in Rom zum Priester geweiht.
Am 16. Oktober 1917 gründete er zusammen mit anderen Franziskanern die katholische Organisation Militia Immaculatae (Soldaten der Unbefleckten), die nach dem Ende des Ersten Weltkriegs ein eigenes Missionszentrum erbaute: Niepokalanów vor den Toren Warschaus. Die Militia Immaculatae widmeten sich vornehmlich der Jugend und den Journalisten und waren durch eine starke Marienverehrung gekennzeichnet. In Niepokalanów entstand ein katholisches Pressehaus, das heute noch besteht.
Im Dezember 1939 wurde Pater Kolbe von der Gestapo verhaftet, aber wieder auf freien Fuß gesetzt. Im Februar 1941 wurde er erneut festgenommen, in das Warschauer Zentralgefängnis gebracht und im Mai des selben Jahres in das KZ-Lager Auschwitz-Birkenau verlegt.
Anfang August 1941 wurden zehn Leidensgenossen Kolbes als Vergeltung für die nur vermutete Flucht eines anderen Lagerinsassen zur Ermordung aussortiert. Als einer der Männer, Franciszek Gajowniczek, in lautes Wehklagen um sich und seine Familie ausbrach, meldete sich Kolbe freiwillig, um den Platz von Gajowniczek (der Frau und Kinder hatte) einzunehmen und wurde in den berüchtigten "Hungerbunker" gesperrt. Am 14. August wurde er, noch nicht des Hungertodes gestorben, durch eine Phenolspritze umgebracht. Gajowniczek überlebte das KZ und ist 1995 gestorben.
1971 wurde Pater Kolbe von Papst Paul VI. selig gesprochen und 1982 von Papst Johannes Paul II. als Märtyrer in die Reihe der Heiligen aufgenommen. Er ist Schutzpatron der Journalisten.
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